Donnerstag, 21. Juni

Der Derrynane National Park umfasst den Wald mit Eichen und Stechpalmen und die Wiesenzone vor dem Herrenhaus. Über weiße Dünen fällt das Land zum breiten Strand hin ab. Der Nature Trail erschließt die verschiedenen Vegetationszonen.

 

 

 

Vincent Hyland ist Biologe und Naturfilmer. Er hat in der Kindheit seine Ferien im Derrynane National Park verbracht. Jetzt lebt er im nahen Ort Caherdaniel und erkundet aus wissenschaftlicher Sicht die Landschaft. Er hat eine App für die zwanzig Stationen des Naturlehrpfades erstellt. Auf der App sind die Tiere und Pflanzen dieser Lebensgemeinschaften erklärt, enthalten sind beeindruckende Tonaufnahmen:
https://www.guidigo.com/Tour/Ireland/Ireland/Skellig-Coast–Derrynane-Seashore-Nature-Trail/54A7B_06Iwg

Je nach Standort blühen auf der offenen Wiesenfläche unterschiedliche Pflanzen, je nach dem Grad an Feuchtigkeit oder Trockenheit entwickeln sich unterschiedliche Pflanzen, die Lebensraum für eine ganz spezielle Tierwelt bieten.

 

 

 

Leinkraut (Lady’s Bedstraw, Galium verum).

Der Name bezieht sich darauf, dass man früher die Schlafzimmerböden mit dem trockenen Heu bedeckt hatte.

Klappertopf (Rattle, Rhinanthus).

Der Klappentopf ist ein Halbschmarotzer, er parasiert auf Gräsern. Er kommt nur auf ungedüngten Wiesen vor.

 

Die Bienenragwurz und die Pyramidenorchis kommen nur in einem eng begrenzten Wiesenteil vor, dafür aber stehen diese Orchideen in großer Dichte.

 

 

 

 

Auf den warmen, höheren Dünenflächen wird es so warm und so trocken, dass Thymian wachsen kann. Im Trockenrasen schwirren Schmetterlinge.

Jakobskrautbär, Cinnebar Moth

 

 

Im zerklüfteten Küstenstreifen liegen schwarze Felsen, die während der Eiszeit von Gletschern rundum glattgeschliffen worden sind. Jetzt siedeln darauf weiße Flechten und unterschiedliche Algen.

In den feuchten Senken hüpfen kleine Kröten und Frösche.

 

 

 

 

An der Engstelle zur Bucht bricht die Böschung ab, der Wind verlagert den Sand der wandernden Dünen und lädt ihn hier wieder ab. Meerkohl hilft mit seinem Wurzelwerk, die Dünen zu befestigen.

 

Spektakulär bricht die Halbinsel in vielen Buchten und Inseln nach Südwesten ab. An einzelnen Stellen wächst an den Böschungen auf trockener Heide die äußerst seltene Kerry Lily (Simethis planifolia).

 

Altar Rock heißt diese Felsgruppe, weil hier während der Penal Times verbotene Messen stattgefunden haben.

Am Gehölzrand wächst das Sumpf-Blutauge (Marsh Cinquefoil, Comarum palustre).

 

 

 

 

 

 

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